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»Mitch« Laudrien auf Spuren seines Vaters: New Orleans wieder von einem Weißen regiert
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| »Mitch« Laudrien auf Spuren seines Vaters: New Orleans wieder von einem Weißen regiert |
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| Published by junge Welt /AFP | |
| Monday, 08 February 2010 | |
Nach »Katrina« kehrten Zehntausende nicht zurück Nach 32 Jahren wird die US-Südstaatenmetropole New Orleans wieder von einem weißen Bürgermeister regiert. Vizegouverneur Mitchell Joseph »Mitch« Landrieu kam bei der Wahl am Samstag (Ortszeit) auf 66,5 Prozent der Stimmen. Der Demokrat aus der Partei von Barack Obama folgt dem aus dem Amt scheidenden Ray Nagin, der zunehmend wegen des schleppenden Wiederaufbaus nach dem Hurrikan »Katrina« vor fünf Jahren kritisiert wurde. Landrieus aussichtsreichster Konkurrent, der schwarze Geschäftsmann Troy Henry, erhielt nur 12,8 Prozent der Stimmen. Damit ist Landrieu nach seinem Vater »Moon« Landrieu, der 1978 aus dem Amt schied, wieder der erste weiße Bürgermeister. 61 Prozent der Bevölkerung der Stadt am Mississippi sind Afroamerikaner.
Ray Nagin durfte jetzt wegen der Beschränkung auf acht Jahre Amtszeit nicht mehr antreten. »Katrina« hatte New Orleans am 29. August 2005 getroffen. Die Wucht des Hurrikans ließ die Dämme an mehreren Stellen brechen, die Stadt lief regelrecht mit Wasser voll. Präsident George W. Bush setzte seinerzeit die Nationalgarde in Bewegung, fiel aber ansonsten durch Nichthandeln auf, so daß vor allem die arme Bevölkerung von der Katastrophe betroffen wurde. Fast tausend Menschen starben in der Metropole, Zehntausende Häuser wurden zerstört. Heute wird die Bevölkerung auf 335000 Menschen geschätzt. Das sind rund 20 Prozent weniger als vor fünf Jahren. Zehntausende Einwohner kehrten nicht nach New Orleans zurück. |
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